Kurzbiografie

© Lukas Doil
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Lukas Doil

Wissenschaft / Deutsch-deutsche Fragen

März, April, Mai 2026

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Lukas Doil ist Historiker an der Universität Potsdam und am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung. Er forscht dort im zum Wandel der Arbeit in der deutschen Zeitgeschichte, bis Ende 2025 mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung. In seiner Dissertationsschrift, die er im Schloss Wiepersdorf abschließen möchte, untersucht er die Geschichte prekärer Arbeit am Beispiel der Leiharbeit in der Bundesrepublik seit den 1970er-Jahren. Die Arbeit fragt in einer gesellschaftshistorisch grundierten Diskursanalyse nach den Gründen für den Aufstieg der Leiharbeit von der Illegalität der 1960er Jahre bis zum Schlüsselinstrument der folgenreisten Sozialreform der jüngeren Vergangenheit („Agenda 2010“). Im Zentrum stehen Fragen nach Subjektivierung, Migrantisierung, Kontrolle, Deregulierung und Transformation.

Er hat zur Geschichte der Arbeit, der Geschlechter- und Kulturgeschichte und zur Public History publiziert und ihm wurde u.a. der Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät der Universität verliehen. Er ist ehrenamtlich aktiv in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Brandenburg und engagiert sich auch für eine kritische Erinnerungskultur.