Events | Florentiner Allegorie – Architektur und Komposition in der Frührenaissance

Donnerstag, 12. November 2026, 19:00  |  Nicolaihaus, Berlin

Eine Fotografie in Sepia, auf welcher der Dom und Glockenturm in Florenz zu sehen sind
Fratelli Alenari, "Florenz: Dom mit Glockenturm, ca. 1860 – 1870" © Städel Museum, Frankfurt am Main / gemeinfrei

Florentiner Allegorie – Architektur und Komposition in der Frührenaissance
Vortrag und Konzert mit Gerhardt Müller-Goldboom und dem Vocalconsort Berlin

Der Florentiner Dom war nach dem Vatikan, der St. Paul’s Cathedral und dem Mailänder Dom der größte Kirchenbau im Europa des 15. Jahrhunderts. Als technisches Meisterwerk galt insbesondere die Kuppel Filippo Brunelleschis, die größte jemals freitragend in Mauerwerkstechnik ausgeführte Kuppel der Welt. Die Einweihungsfeier des Bauwerks am 25. März 1436 war ein regionales Großereignis, das mit der allgemeinen Sichtbarkeit des noch heute das Stadtbild weithin prägenden Gebäudes nicht zuletzt das politische Selbstverständnis der Stadt am Arno demonstrierte.

Zu diesem Anlass erklang erstmals die Motette „Nuper rosarum flores“ von Guillaume Dufay, ein Werk, das in vielerlei Hinsicht die gleichen Gestaltungsmerkmale aufweist wie die Architektur Brunelleschis. Den beiden Künsten gemeinsame Gedankengrundlagen geht Gerhardt Müller-Goldboom in seinem Vortrag mit Bezug auf die theologischen, musikalischen, architektonischen und historischen Verflechtungen nach. Mit der Aufführung der Domweihmotette sowie eines höfischen Chansons wird die facettenreiche Musik Dufays in Ansätzen erlebbar gemacht.

Gerhardt Müller-Goldboom arbeitet als Komponist und Dirigent. Nach seinem Studium von Komposition, Musikwissenschaften und Kontrabass begann er seine musikalische Laufbahn als Instrumentalist, war einige Jahre Mitglied des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und gründete das der Aufführung von Neuer Musik verpflichtete Ensemble „work in progress Berlin“, mit dem er eine eigene Konzertreihe im Kammermusiksaal der Philharmonie realisierte. Nach Assistenzen bei Kent Nagano leitete er seit 2003 auch selbst Musiktheaterproduktionen. Seine Kompositionen werden auf internationalen Festivals Neuer Musik aufgeführt.

Das Vocalconsort Berlin zählt seit seiner Gründung 2003 zu den wichtigsten Vocalensembles Deutschlands und ist sowohl als a-cappella-Formation, konzertant und szenisch in den Musikmetropolen und auf den großen Festivals Europas zu erleben.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zu Gesprächen bei einem Glas Wein.

Anmeldung unter: www.denkmalschutz.de/anmeldung-nicolaihaus

Eine Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf.

Donnerstag, 12. November 2026, 19:00 Uhr
Eintritt frei
Nicolaihaus, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Brüderstraße 13, 10178 Berlin

Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Aufnahmen für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

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