Kurzbiografie
Shira Stav
Literatur
August 2026
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg & Goethe Institut Tel Aviv
Dr. Shira Stav ist Wissenschaftlerin für hebräische Literatur, Dichterin, Übersetzerin und Literaturkritikerin. Sie ist außerordentliche Professorin am Institut für hebräische Literatur der Ben-Gurion-Universität im Negev in Israel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind vergleichende Literaturwissenschaft und moderne hebräische Literatur. Stav ist Autorin von „Reconstructing Daddy: Fathers and Daughters in Modern Hebrew Poetry“ (2014, auf Hebräisch); „The Return of the Absent Father: A New Reading of a Chain of Stories from the Babylonian Talmud“ (2022, gemeinsam mit Haim Weiss; University of Pennsylvania Press) sowie zahlreicher Zeitschriftenartikel. Darüber hinaus hat sie drei Forschungsanthologien herausgegeben. Stav war Forschungsstipendiatin am Katz Center for Advanced Judaic Studies in Philadelphia, am Taube Center der Stanford University und im Programm für Jüdische Studien an der University of California, Santa Cruz.
Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit war Shira Stav Übersetzerin und Herausgeberin von Gedichtsammlungen der gefeierten amerikanischen Dichter:innen Sharon Olds (2017) und Ocean Vuong (2023). Seit 2005 schreibt Stav regelmäßig Buchrezensionen für die Literaturbeilage der israelischen Zeitung „Haaretz“ und gewann 2009 den Bernstein-Preis für Literaturkritik. Sie veröffentlichte zwei Gedichtbände: „Lashon Itit“ (Langsame Zunge) im Jahr 2012 und „Shrir Halev“ (Muskel des Herzens) im Jahr 2019. Sie gewann 2007 den Teva-Preis für junge hebräische Dichterinnen und Dichter und 2013 den Bernstein-Preis für Lyrik. Ihre Gedichte wurden ins Englische, Deutsche, Französische und Arabische übersetzt.
