Kurzbiografie

© Anna Utkina
© Anna Utkina

Hakan Ulus

Komposition

Juni, Juli, August 2021

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Hakan Ulus (*1991 in Buxtehude) ist ein deutscher Komponist. Sein Kompositionsstudium absolvierte er bei Tristan Murail, Adriana Hölszky, Claus-Steffen Mahnkopf und Ernst Helmuth Flammer an der Universität Mozarteum Salzburg und der HMT Leipzig. Anregungen erhielt er zudem in Meisterkursen bei Pierluigi Billone, Brian Ferneyhough, Chaya Czernowin und Steven Kazuo Takasugi. Er war Fellow der Harvard Composition Institute Residency 2014, DRK Singapore 2015 und ManiFeste Academy 2017.

Aufführungen seiner Werke u.a. in Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweden, Türkei, USA, Australien, Singapur und Großbritannien durch u.a. Klangforum Wien, Ensemble intercontemporain, Ensemble Recherche, Talea Ensemble, Ensemble SurPlus, AuditivVokal Dresden, Norbotten NEO, Ensemble mise-en, IEMA-Ensemble, Ensemble Aventure and Hezarfen Ensemble.

Diverse Stipendien (u.a. Berlin Stipendium der Akademie der Künste Berlin 2017/18, Artist in Residence im Thomas Bernhard Haus Ottnang 2019, Kunststiftung NRW 2017, Jonathan Harvey Scholarship 2017–20, IEMA 2015/16), Preise (u.a. impuls Kompositionspreis 2017, AuditivVokal Kompositionspreis 2018) und Aufträge (u.a. Klangforum Wien Australien National Academy for Music).

Er unterrichtet an der University of Huddersfield, wo er derzeit seinen PhD in Komposition beendet (Supervisor: Aaron Cassidy und Liza Lim). Seit Januar 2020 unterrichtet er zudem Analyse und Ästhetik zeitgenössischer Kunstmusik an der Gustav Mahler Privatuniversität Klagenfurt. Seine Werke erscheinen bei Edition Gravis.

Während seines dreimonatigen Arbeitsaufenthaltes in Wiepersdorf wird Hakan Ulus ein neues Stück für zwei Bassklarinetten, zwei Saxophone und Schlagzeug komponieren. Klarinette und Saxophon zählen neben dem Klavier zu den ‚Hauptinstrumenten‘ in seiner Musik: „Mir geht es vor allem darum, den vokalen, ‚rezitierenden‘ Charakter der Instrumente in den Vordergrund zu stellen. Der gesamte Stimmapparat soll kompositorisch beleuchtet und dekonstruiert werden. Welches neue musikalische Material kann generiert werden, wenn das Ein- und Ausatmen in direkte Verbindung zum Instrument gebracht wird – beispielsweise Einsaugklänge kombiniert mit engen Vibrati und Flatterzunge? Das Interesse an diesem Ansatz kommt vor allem durch die musikalische Faszination an der Koranrezitation und ihren feinen Nuancierungen. Die Koranrezitation ist schon seit mehreren Jahren eine wichtige Inspirationsquelle für meine Musik.“

http://www.hakanulus.de/de