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Immer wieder kritisierte der russische Schriftsteller Viktor Wladimirowitsch Jerofejew öffentlich Putin und die russische Politik. Jetzt, da der Krieg in der Ukraine wütet und Russland verstärkt nach Regimekritikern fahndet, haben er und seine Familie Schutz in Deutschland gefunden, derzeit in Schloss Wiepersdorf. Im Gespräch mit 3sat spricht er über Putin und den Krieg in der Ukraine.

Schloss-Wiepersdorf-Stipendiatin Nellja Veremej über das Schreiben in Zeiten des Krieges

Im März begrüßen wir die ersten StipendiatInnen des Jahres 2022 in Schloss Wiepersdorf.

KünstlerInnen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Komposition sowie Wissenschaft-ler-Innen mit einem Forschungsprojekt zu deutsch-deutschen Fragen oder der Romantik können sich vom 15.02.2022 bis zum 15.04.2022 für ein dreimonatiges Residenzstipendium in Schloss Wiepersdorf im Jahr 2023 bewerben.

5. November 1943 – 4. Februar 2022

Am 4. Februar 2022 ist der Bildhauer Michael Klein mit 78 Jahren gestorben. Noch bis zum Schluss arbeitete er an mehreren Aufträgen. Für Schloss Wiepersdorf schuf er 1985 die beiden Hochreliefs Bettina von Arnim und Achim von Arnim, die im Museum des Schlosses zukünftig wieder zu sehen sein werden.

Vom 7. bis zum 9. Januar 2022 erarbeitete eine Gruppe von IllustratorInnen Portraits von SchriftstellerInnen, die von Bettina von Arnim inspiriert wurden. Die Portraits werden Teil des neukonzipierten Museums von Schloss Wiepersdorf.

Den Farbfilm nicht vergessen hatte Oliver Schulze, der Schloss Wiepersdorf zum traditionellen Weihnachtskonzert am 4. Advent in vielen Farben erstrahlen ließ. Es spielten Musiker des Blechbläserquartettes des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder.

Die StipendiatInnen 2022 wurden im Juni von einer Experten-Jury ausgewählt.

Die Kultur- und Theaterwissenschaftlerin Corinna Kirschstein erhält das in Zusammenarbeit mit dem Goethe- und Schiller-Archiv, Klassik Stiftung Weimar vergebene Forschungsstipendium "Die deutsche Tischgesellschaft von 1811: Romantische Geselligkeit, Geschlechterpolitik, Antisemitismus". Corinna Kirschstein wird von September bis November 2021 auf Schloss Wiepersdorf arbeiten.

Die „Deutsche Tischgesellschaft“, von Achim von Arnim 1811 gegründet, versammelte Vertreter aus Kunst, Wissenschaft, Verwaltung und Militär wie Fichte, Savigny, Schinkel oder Schleiermacher. Frauen und Juden waren nicht zugelassen.

Von der Erforschung des exklusiven Zirkels erhofft sich Corinna Kirschstein Aufschlüsse über die Sehnsüchte nach einer ethnisch und kulturell homogenen Gesellschaft unter Bedingung der Auflösung ständischer Strukturen um 1800.

Die Publikation Art in a Conflicted World präsentiert Arbeiten von Sarah Dobai, Nikita Kadan, Ali Eisa und Sebastian Lloyd Rees (Lloyd Corporation) sowie Texte von Alissa Ganijewa und Tanya Breslin Zaharchenko. Das Buch ist das Ergebnis eines interdisziplinären Stipendienprogramms der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, in dem künstlerische und kulturelle Erkenntnisse gewonnen, der Umgang mit Komplexität erprobt und Modelle für die Zukunft über Ländergrenzen hinweg entwickelt werden.

Die Publikation erscheint bei DCV im Juni 2021.