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Die Kultur- und Theaterwissenschaftlerin Corinna Kirschstein erhält das in Zusammenarbeit mit dem Goethe- und Schiller-Archiv, Klassik Stiftung Weimar vergebene Forschungsstipendium "Die deutsche Tischgesellschaft von 1811: Romantische Geselligkeit, Geschlechterpolitik, Antisemitismus". Corinna Kirschstein wird von September bis November 2021 auf Schloss Wiepersdorf arbeiten.

Die „Deutsche Tischgesellschaft“, von Achim von Arnim 1811 gegründet, versammelte Vertreter aus Kunst, Wissenschaft, Verwaltung und Militär wie Fichte, Savigny, Schinkel oder Schleiermacher. Frauen und Juden waren nicht zugelassen.

Von der Erforschung des exklusiven Zirkels erhofft sich Corinna Kirschstein Aufschlüsse über die Sehnsüchte nach einer ethnisch und kulturell homogenen Gesellschaft unter Bedingung der Auflösung ständischer Strukturen um 1800.

Die StipendiatInnen 2022 wurden im Juni von einer Experten-Jury ausgewählt.

Die Publikation Art in a Conflicted World präsentiert Arbeiten von Sarah Dobai, Nikita Kadan, Ali Eisa und Sebastian Lloyd Rees (Lloyd Corporation) sowie Texte von Alissa Ganijewa und Tanya Breslin Zaharchenko. Das Buch ist das Ergebnis eines interdisziplinären Stipendienprogramms der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, in dem künstlerische und kulturelle Erkenntnisse gewonnen, der Umgang mit Komplexität erprobt und Modelle für die Zukunft über Ländergrenzen hinweg entwickelt werden.

Die Publikation erscheint bei DCV im Juni 2021.

Elfriede Donath kannte durch ihre Tätigkeit für Schloss Wiepersdorf über viele Jahre zahlreiche namhafte KünstlerInnen und SchriftstellerInnen, die im Schloss zu Gast waren, persönlich. Von ihren Erfahrungen berichtete sie als Zeitzeugin in der Videoinstallation „Wiepersdorf zwischen Krieg und Frieden“ von Sebastian Eschenbach, welche im Sommer 2020 in Wiepersdorf zu sehen war. Für ihr Engagement danken wir ihr von Herzen.

Wiepersdorf zwischen Krieg und Frieden - Trailer mit Elfriede Donath

Kurzporträts und Projekte aller StipendiatInnen 2021 finden Sie unter Aktueller Jahrgang.