Events | Frühlingsfest in Schloss Wiepersdorf 2026

Sonntag, 31. Mai 2026, 14:00–18:00  |  Schloss Wiepersdorf

Frühlingsfest in Schloss Wiepersdorf

Ansicht des Parks von Schloss Wiepersdorf mit einer Skulptur im Hintergrund und einer weißen Parkbank im Vordergrund.
© Dirk Bleicker

Am 31. Mai 2026, 14.00–18.00 Uhr, laden wir herzlich zum Frühlingsfest! Museum, Café in der Orangerie, Atelierhaus und Tankhalle werden geöffnet sein, zudem gibt es Präsentationen im Schlosspark und Stände mit Verpflegung und Produkten aus der Region. Auf dem Programm stehen Lesungen, Musik und ausgestellte Werke in den Ateliers unter Beteiligung aktueller und ehemaliger Schloss-Wiepersdorf-Stipendiat:innen sowie ein Kinderatelier, bei dem alle Kinder eingeladen sind mitzumachen und selbst künstlerisch tätig zu werden.

Das Frühlingsfest 2026 ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf und wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Eintritt frei
Wiepersdorf - Bettina-von-Arnim-Straße 13, 14913 Niederer Fläming

Durch Ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung stimmen Sie zu, dass die dort entstandenen Aufnahmen für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.

 

Anfahrt

Um 13.30 Uhr fährt ein kostenfreier Shuttle-Bus vom Bahnhof Jüterbog nach Wiepersdorf und jeweils um 17.00 Uhr und 18.00 Uhr zurück von Wiepersdorf zum Bahnhof Jüterbog. Hierfür ist eine Anmeldung unter info@schloss-wiepersdorf.de oder 033746 699 0 erforderlich.

Für die individuelle Anreise kann regional in Brandenburg der Rufbus mit zeitlichem Vorlauf unter Tel.: 03371 62 81 81 oder online unter vtfonline.de/rufbusapp.html gebucht werden.

Für die Anreise mit dem PKW stehen Parkplätze an der Straße zur Verfügung. Auf dem Gelände der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf (Am Konsum 4, 14913 Wiepersdorf) befinden sich zwei öffentlich zugängliche Elektroladesäulen mit vier Normalladepunkten.

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Programm

Schlossterrasse

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© Dirk Bleicker

14.00–14.30 Uhr – Eröffnung

Reiner Waleser, Leiter Kultur beim MWFK des Landes Brandenburg
Annette Rupp, Direktorin der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf

Musik

Poetry Slam: Mark Heydrich

17.00–18.00 Uhr – Abschluss

Musik

Atelierhaus

14.30–18.00 Uhr Offene Ateliers

Atelierhaus 072022-2f538f71

Taslima Ahmed

Taslima Ahmed ist eine britisch-deutsche Malerin und ist aktuelle Stipendiatin in Schloss Wiepersdorf. Sie malt sowohl analog als auch digital. In den letzten Jahren konzentrierte sie sich jedoch auf die Frage: Wie kann man ausschließlich mit technologischen Mitteln malen?

Sie stellte 2025 in der Rathaus-Galerie Reinickendorf, 2024 im Haus am Lützowplatz und 2023 im Westfälischen Kunstverein aus. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Luise Talbot

Luise Talbot lebt und arbeitet in Saarbrücken. Sie studierte zunächst Afrikanische Sprachen, Literaturen und Kunst an der Universität Bayreuth, wobei sich ihr Interesse zunehmend auf zeitgenössische Kunst und die ästhetische Erforschung des Unheimlichen verlagerte. In ihrer Malerei und in Zeichnungen untersucht Luise Talbot Momente der Irritation und Ambivalenz, in denen das Vertraute ins Fremde kippt.

Luise Talbot war im März und April 2026 Stipendiat:in in Schloss Wiepersdorf.

Neue Kinderbuchillustrationen aus Tschechien

Im Rahmen eines Gruppenstipendiums arbeiteten im April 2026 acht tschechische Autor:innen und Illustrator:innen gemeinsam an neuen Kinderbüchern. Diese Entwürfe werden in einem offenen Atelier vorgestellt.

Das Gruppenstipendium in Schloss Wiepersdorf konnte durchgeführt werden in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Literaturzentrum in Prag (Czechlit), der Mährischen Landesbibliothek, dem Literaturfestival Knižní lázně in Marienbad und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

15.00–17.00 Uhr – Kinderatelier zum Mitmachen

Kaj Osteroth, Nick Crowe und Zora Janković leiten die Atelierwerkstatt für Kinder ab 7 Jahren, in der sie malen, zeichnen, modellieren und kreativ werden können.

Ab 15.00 Uhr – Kristalle (Film) von Carolin Martin

Der Kurzfilm Kristalle von Carolin Martin erzählt die fantastische Geschichte von Neige, die nach dem Verzehr eines Stück Kuchens eine wundersame Verwandlung durchläuft und zu einer Frau aus Zucker wird. Gedreht wurde der Film auf einem Hof in Oehna unter Beteiligung der örtlichen Trachtenvereine Dennewitzer Flämingtrachten und Fläming Freunde.

Nach einer kurzen Einführung durch die Regisseurin wird der 15-minütige Film in einem Loop gezeigt.

 

Alle Darsteller und Darstellerinnen des Kurzfilms und die Crew stehen aufgereiht vor einem Tisch mit einem Kuchen
Das Team vom Kurzfilm "Kristalle" © Carolin Martin

Tankhalle

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© David von Becker

15.00–15.30 Uhr – Matthias Nawrat & Svenja Leiber

Lesung & Gespräch: Das glückliche Schicksal – Vom Leben östlich und westlich des Eisernen Vorhangs

Matthias Nawrat wurde 1979 in Opole/Polen geboren und emigrierte mit seiner Familie Anfang 1989 nach Bamberg in Oberfranken. Er studierte Biologie in Heidelberg und Freiburg im Breisgau, danach literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Sein Roman Das glückliche Schicksal handelt vom Leben und Überleben östlich und westlich des Eisernen Vorhangs. Darin reist eine junge polnische Psychologin im Jahr 1983 nach Venedig.

Matthias Nawrat war 2024 Stipendiat in Schloss Wiepersdorf. 2026 erhielt er den Berliner Literaturpreis.

Svenja Leiber ist Schriftstellerin, sie wurde 1975 in Hamburg geboren. Zuletzt erschien ihr Roman Nelka im Suhrkamp Verlag. Er handelt von einem 16-jährigen Mädchen, das 1941 zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wird.

16.00–16.30 Uhr – Lucy Jones & Carolin Krahl

Lesung & Gespräch: Zum Übersetzen von "Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann

Lucy Jones ist eine bekannte britische Literaturübersetzerin, die seit 25 Jahren in Berlin lebt. Sie ist aktuell Stipendiatin in Schloss Wiepersdorf und übersetzt den Roman Franziska Linkerhand von Brigitte Reimann ins Englische. Über die Arbeit an dieser Übersetzung und über Brigitte Reimann und ihr Werk wird sie mit Carolin Krahl sprechen.

Carolin Krahl ist eine Schriftstellerin aus Leipzig. 2024 erschien ihr Roman Wühlen (Verlag: trottoir noir), eine brüchige Vermittlung zwischen DDR-Vergangenheit, Transformationsgeschichte und prekärer Gegenwart anhand der Lebensgeschichten dreier Frauen.

Museum

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© Dirk Bleicker

14.30–17.00 Uhr – Museumsbesuch

Das Museum beleuchtet in fünf Räumen die Entwicklung von Schloss Wiepersdorf als Herrenhaus der von Arnims bis zur heutigen Nutzung als Residenz für Künstler:innen und Wissenschaftler:innen. Im Fokus stehen die Geisteshaltung der Romantik sowie die Zeit zwischen 1945 bis 1989, als das Schloss vorrangig Schriftsteller:innen beherbergte.

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14.30–15.00 Uhr – Paula Müller & Sebastian Meschenmoser

Eröffnung der Sonderausstellung: Die Sonne sitzt

Ausgehend von den Landschaftsdarstellungen des Forschers Alexander von Humboldts untersucht die Künstlerin Paula Müller in ihrer Ausstellung „Die Sonne sitzt“, wann eine dokumentarische Aufzeichnung einer Landschaft zu einem emotional aufgeladenen Sehnsuchtsbild im Sinne der Romantik wird.

Obwohl die Landschaftsbilder Humboldts mit dokumentarischer Intention angefertigt wurden, lenkt er die Blicke der Betrachtenden durch harmonische Kompositionen und das bewusste Setzen von Bildelementen, die sein ganzheitliches Naturverständnis widerspiegeln. Paula Müller greift diese Bildordnungen auf, reproduziert Motive Humboldts und transformiert sie, indem sie menschliche Figuren weglässt und atmosphärischer Effekte wie Nebelfelder einsetzt. Durch diese Zitate der Romantik lädt sie die Szenerien mit subjektiven Gemütslagen auf und erschafft Landschaften, die den Betrachtenden seltsam vertraut und neu zugleich erscheinen.

Zur Eröffnung der Ausstellung findet ein Gespräch zwischen Paula Müller, Stipendiatin in Wiepersdorf 2025, und dem Künstler Sebastian Meschenmoser statt, der 2010 als Stipendiat in Wiepersdorf war.

Paula Müller wurde 1977 in Trier geboren und lebt zur Zeit in Berlin. Das Studium der freien Kunst bei Prof. Ulrich Erben und Prof. Daniele Buetti schloss sie als Meisterschülerin an der Kunstakademie in Münster ab (2007). Während des Studiums prägten sie das DAAD Stipendium bei Prof. Roesch an der ESBA in Genf. Die kontinuierliche Arbeit als wissenschaftliche Zeichnerin für Archäologen:innen im In- und Ausland vertieften die dokumentarische Methode des Zeichnens in ihrer Arbeit.

15.30–16.00 Uhr – Dilek Majatürk & Matthias Weichelt

Lesung & Gespräch: Das Leben als fortwährende Übersetzung

Für Octavio Paz ist alles im Leben Übersetzung. Auch Yüksel Pazarkaya greift diese These auf und geht noch einen Schritt weiter – bis zum Gedanken, dass alles Sein eine Übersetzung ist. „Das schreibende Ich ist weniger Übersetzung als das redende – noch weniger Übersetzung ist nur das denkende Ich. Und doch – als Nichtmuttersprachlerin im Deutschen bin ich immer auch Übersetzung. Mit diesen Gedanken wollte ich erkunden, was ich mit meiner Muttersprache und mit einer später erlernten Sprache machen kann. Aber in welcher Sprache ich auch schreibe – alle Sprachen müssen letztlich der Sprache der Poesie dienen“, sagt Dilek Mayatürk. Im Juni erscheint ihr lange erwarteter zweisprachiger Lyrikband Wenn Du lächelst, zerfällt ein roter Apfel in Scheiben im Verlag Wunderhorn. Über diesen Schreibprozess spricht sie mit Matthias Weichelt und gibt Einblicke darin, wie das Denken und Schreiben in zwei Sprachen ihre literarische Arbeit beeinflusst.

Dilek Mayatürk wurde 1986 in Istanbul geboren und setzte ihr Soziologie-Studium an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in Österreich fort. Sie arbeitete als Dokumentarfilmproduzentin und Autorin für verschiedene Medien. 2014 erschien ihr Gedichtband Cesaret Koleksiyonu (Yeniinsan Verlag), 2020 Brache (Hanser Berlin) und 2021 Bir Daha Yok Çiçeği (Klaros Verlag).

Matthias Weichelt ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Autor. Er ist seit 2013 Chefredakteur der von der Berliner Akademie der Künste herausgegebenen Literaturzeitschrift Sinn und Form.

16.30–17.00 Uhr – Susanne Schädlich & Carsten Hueck

Lesung & Gespräch: Kabarett der Namenlosen

Susanne Schädlich wurde in Jena geboren und verließ mit der Familie 1977 die DDR. 1987 ging sie nach Los Angeles, wo sie als Stipendiatin der University of Southern California Neuere Deutsche Philologie studierte, DaF unterrichtete und am Max Kade Institute for American-German-Swiss-Studies arbeitete. Seit 1999 lebt sie in Berlin. Ihr Roman Kabarett der Namenlosen, der 2025 im Arco Verlag erschien, handelt von der Entwurzelung deutscher Künstler:innen im Exil, die, als Juden in den 1930ern verfolgt, ihr Heimatland verlassen mussten.

Carsten Hueck ist freier Redakteur und Moderator bei Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur und ist unter anderem in den Literatursendungen Lesart und Büchermarkt zu hören.

Orangerie

14.00–18.00 Uhr Kaffee & Kuchen

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Schlosspark & Schlossvorplatz

14.00–18.00 Uhr

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© Dirk Bleicker

Musik: Mermaid Mob

Die Musik im Schlosspark kommt von der Swing Band Mermaid Mob.

Kosmos Wiepersdorf. Kulturhistorischer Rundgang in zehn Stationen

Der kulturhistorische Rundgang „Kosmos Wiepersdorf“ hält an zehn Stationen Informationen über das Gelände, die Gebäude und die verschiedenen Bewohner:innen von Schloss Wiepersdorf bereit.

An jeder der Stationen findet sich eine Tafel mit einem QR-Code. Wenn Sie diese Codes mit Ihrem Smartphone scannen, hören Sie drei bis sechs Minuten dauernde Geschichten, die Ihnen das betreffende Objekt näherbringen. Alles was Sie hören, können Sie auch auf Ihrem Smartphone, dem Tablet oder der Website der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf mit- oder nachlesen. Zusätzlich bietet jede der Stationen die Möglichkeit, mit Hilfe von Ergänzungen durch Expert:innen das Gehörte oder Gelesene zu vertiefen.

Zum Kosmos Wiepersdorf >

 

Catering, Stände und Büchertisch

Im Park können Sie Herzhaftes, Süßes, Eis und Getränke erwerben. Außerdem finden Sie hier Stände mit Produkten aus der Region und einen Büchertisch von der Buchhandlung Wist aus Potsdam.

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