Bilder, Video & Audio

 

Die Macht der Machtlosen

Russland, Belarus, Ukraine – Schreiben in sich verfinsternder Zeit

Alissa Ganijewa (Moskau) im Gespräch mit Viktor Martinowitsch (Minsk) und Ostap Slyvynskyj (Lemberg). Einführung: Katharina Raabe

In englischer Sprache

Die neue Gesellschaft, die sich im Protestsommer 2020 in Belarus bildete, ist heute einer Politik der Rache ausgesetzt. Der Diktator in Minsk lässt einsperren, foltern und töten. Mit stalinistischen Methoden werden Menschen gebrochen. Auch in Russland rollt eine Welle der Repression durchs Land und zwingt Aktivistinnen und Regimekritiker ins Exil. Viele gehen in die benachbarte Ukraine. Dort hat sich die Gesellschaft von ihrem korrupten Machthaber befreit – und zahlt dafür mit dem vom Kreml unterstützen Krieg im Donbass und einer Entfremdung zwischen der russischen und ukrainischen Gesellschaft.

Alissa Ganijewa spricht mit befreundeten Schriftstellerkollegen darüber, was diese Situation für sie alle drei bedeutet: Wie steht es um die individuelle Freiheit und Verantwortung, wenn ein Regime auf Angst und Einschüchterung setzt? Wie umgehen mit der Gefahr für das eigene Leben? Ändert sich die Haltung zum Schreiben? Gewinnt Václav Havels Maxime „in der Wahrheit leben“ an Brisanz? Braucht es eine gemeinsame Ethik der Dissidenz? Das Gespräch wird per Videostream in englischer Sprache geführt, eingeführt von Katharina Raabe.

Eine Kooperation der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB).

 

Zurück